„Maximilian von Welsch – Ein Ingenieur der Mainzer Verteidigungslinien“

Zum 350. Geburtstag von Maximilian von Welsch organisiert die Stadt Kronach eine Jubiläumsausstellung über den bedeutenden Baumeister des 18. Jahrhunderts.

Ich darf im Rahmen dieser Ausstellung einen Aufsatz sowie zwei Katalogbeiträge zum Ausstellungskatalog beisteuern. Der Aufsatz erörtert die große Bedeutung Welschs für den Bau des zweiten Mainzer Verteidigungsringes. Nachdem Welsch in der Fachliteratur als Festungsbaumeister lange Zeit nur wenig Aufmerksamkeit erhielt, wurde ihm die Urheberschaft der detachierten Forts zugeschrieben. Warum dies kritisch zu betrachten ist und dass Welsch tatsächlich noch eine viel größere Bedeutung für den Festungsbau zuzuschreiben ist als bisher angenommen wird in meinem Aufsatz thematisiert. Aber nun will ich nicht zu viel verraten… Wer keine Zeit findet sich die großartige Ausstellung in Kronach anzusehen, der kann zumindest digital ein vielfältiges und hoch interessantes Vortragsprogramm verfolgen. Am 17.6.2021 darf ich dieses Programm mit einem Online-Vortrag über Maximilian von Welschs Wirken als Architekt des zweiten Mainzer Verteidigungsringes ergänzen.

Nähere Informationen zum Programm findet Ihr hier in dem Veranstaltungsflyer.

Vortrag über den Hartenberg vom 5.2.2021 online

Am 5. Februar keine Zeit gehabt? Kein Problem, mein Vortrag über die Geschichte des Hartenbergs, sowie eine interessante Diskussion mit Kulturdezernentin Marianne Grosse und Johannes Klomann sind nun online auf YouTube. Hier geht es zum einstündigen Video: Wie geht’s weiter mit dem Hartenbergpark?

Hast Du Ideen was man mit dem Park noch machen könnte oder wie man die historischen Räume modern umnutzen kann? Dann schreib mir einen Kommentar! 🙂

Vortrag am 5. Februar

Die SPD Mainz, Hartenberg-Münchfeld hat mich zu einem Online-Vortrag eingeladen. Am 5. Februar referiere ich um 19 Uhr etwa 30 min über die Festung Mainz und die Anlagen am Hartenberg.

Mein ganz besonderer Dank gilt dabei Herrn Erbes, der mir als Zeitzeuge über das Leben in einer Notunterkunft nach dem 2. WK auf dem Hartenberg erzählt und historische Fotos für meinen Vortrag zur Verfügung gestellt hat.

Vortrag am 7. Dezember

Das internationale Symposium mit dem Titel „Sites at the Intersection of Natural and Cultural Heritage“ kurz SXNCH 2020 ist online vom 7. – 8. Dezember geplant. Es dient dem Wissensaustausch und Netzwerken in den Themenbereichen Konservierung, Management und Zukunftsaussichten von Denkmälern, die eine gemeinsame Schnittstelle zu Natur und Kultur haben.

Ich darf mich an dieser Stelle sehr über eine Einladung zur SXNCH 2020 freuen und meinen Beitrag mit dem Titel “The Citadel of Mainz – Tensions in integrating the conservation of nature, landscape, and architecture” in der Breakout Group „Cultural Landscape“ bewerben.

Weitere Informationen zu dem Symposium findet Ihr hier auf der Webseite: https://sxnch2020.org Für eine Anmeldung ist es noch nicht zu spät!

Hilfeaufruf – Fotos gesucht!

Liebe Festungsfreunde,

ich suche nach Fotos der Festung Mainz. Es ist alles hilfreich. Habt ihr Teile der Festung fotografiert oder vor historischem Gemäuer posiert? Getreu dem Motto viele Augenpaare sehen mehr als eines brauche ich eure Hilfe!

Egal ob nur im Hintergrund ein Mauerrest zu sehen ist, eine Ausgrabungsstelle, verschlossene und rätselhafte Türen, verdächtig altes Mauerwerk, oder vielleicht sogar eine Notunterkunft nach dem 2. WK abgebildet ist…

Wenn ihr Fotos habt (ob von aktuell noch existierenden Bauwerken oder gerne auch Fotos der Großeltern etc. aus vergangenen Zeiten) würde ich mich sehr darüber freuen diese von euch zu erhalten. Eventuell würden diese (natürlich mit eurem Einverständnis und dem Quellenverweis) dann publiziert werden. Doch auch ohne Publikation könnt ihr einen wichtigen Hinweis auf die Geschichte der Festung liefern.

Ich freue mich auf eure Mails! kontakt@festungsforschung-mainz.de

Was tut sich denn da beim Schorsch?

Wer in letzter Zeit beim Schorsch war um sein wohlverdientes Mittagessen einzunehmen, der mag sich über die benachbarte Baustelle gewundert haben. In der auf den ersten Blick unscheinbaren Baugrube steht meterhohes, präzise bearbeitetes Quadermauerwerk. Es sieht historisch aus und tatsächlich gehören diese Mauern zu einem Bauabschnitt der Festungsgeschichte. Landesarchäologin Dr. Marion Witteyer erläutert in ihrer Stellungnahme die heute in der AZ erschienen ist, dass es sich hier unter anderem um eine historische Kaimauer handelt, das Areal darüber hinaus zum Cavalier Pritzelwitz gehörte. Dies wurde im Zuge der Bauarbeiten des Rheingauwalls (1872-1879) errichtet. Weitere Informationen zum aktuellen Bauvorhaben am Zollhafen hat Bernd Funke im AZ Beitrag „Zeugnisse der Mainzer Festung entdeckt“ vom 28.8.2020 zusammen gefasst.

Vermessung Fort Karl

Foto mit freundlicher Genehmigung von T. Bernhard

Die ersten bunten Blätter rascheln auf den Gehwegen. Gewiss auch weil das Jahr so trocken und unsere Natur so furchtbar durstig ist. Gleichzeitig kündigt der Spätsommer hierdurch bereits leise den Herbst an. Das bedeutet für die unterirdische Festungswelt, dass bald wieder Fledermäuse ihre Winterquartiere beziehen wollen und dies die letzte Gelegenheit für mich ist, dort hinabzuklettern ohne die possierlichen Flatterflügel zu stören. Für die Fledermäuse bedeutet eine Störung ihres Winterschlafes womöglich das Lebensende, weshalb ihre Winterquartiere etwa zwischen Oktober und Ostern nicht betreten werden dürfen.

Daher nutze ich nun die letzten schönen Sommertage um Gangsysteme zu erkunden und zu kartieren, die mir bisher noch unbekannt waren. Zu ihnen gehört das Fort Karl, sowie angrenzende Unterwelten. Sie sind bisher noch nicht touristisch erschlossen und teilweise verschüttet oder schwer zugänglich. Die Stadt hält die Gänge soweit instand, dass sie betretbar bleiben, nicht weiter verfallen und gleichzeitig den Fledermäusen ein wichtiges und unentbehrliches Winterquartier im Herzen der Altstadt bieten. Diese Gänge sind das wohl größte noch zusammenhängende System der Mainzer Unterwelt. Bis ich es komplett kartiert habe steht mir noch einiges an Arbeit bevor.

HomeOffice im Stillen?

Die Covid-19 Pandemie entschleunigt unser Leben in mancher Hinsicht erheblich. Für mich bedeutet diese Zeit, dass ich nur begrenzt Öffentlichkeitsarbeit betreiben kann und weniger vor Ort bin um die noch erhaltenen Festungsbestandteile zu untersuchen. Daher habe ich diese Webseite nun seit langem nicht mit neuen Informationen gefüttert.

Doch die Ruhepause bringt auch ein paar wenige Vorteile. So kann ich die Zeit im HomeOffice nun kreativ nutzen, nicht nur zum Schreiben, sondern auch um bestehende Datensätze auszuwerten. In Kooperation mit Robin von Hexageo gibt es hier eine kleine Vorschau der digitalen Arbeiten zu sehen, unter anderem auch einen Flug durch eine „Punktwolke“: https://www.hexageo.de/photos/vermessung-minengang

Science-Slam in Gelnhausen

Große Freude nach dem erfolgreichen Science-Slam – ich darf ein Buch aus Sandstein mit nach Hause nehmen. Foto: R. Miller

Zum 100-jährigen Bestehen der Volkshochschulen wurde eine Lange Nacht mit vielfältigem Rahmenprogramm organisiert. Die VHS in Gelnhausen hat mich dabei zu einem Science-Slam eingeladen. Ich habe mich sehr gefreut dem Publikum in Gelnhausen die Thematik der Vereinbarkeit von Denkmal- und Naturschutz vermitteln zu dürfen und bedanke mich vielmals bei allen Beteiligten, die mir den 1. Platz geschenkt haben. Das steinerne Buch hat bereits einen Ehrenplatz in meinem Regal eingenommen.