Hilfeaufruf – Fotos gesucht!

Liebe Festungsfreunde,

ich suche nach Fotos der Festung Mainz. Es ist alles hilfreich. Habt ihr Teile der Festung fotografiert oder vor historischem Gemäuer posiert? Getreu dem Motto viele Augenpaare sehen mehr als eines brauche ich eure Hilfe!

Egal ob nur im Hintergrund ein Mauerrest zu sehen ist, eine Ausgrabungsstelle, verschlossene und rätselhafte Türen, verdächtig altes Mauerwerk, oder vielleicht sogar eine Notunterkunft nach dem 2. WK abgebildet ist…

Wenn ihr Fotos habt (ob von aktuell noch existierenden Bauwerken oder gerne auch Fotos der Großeltern etc. aus vergangenen Zeiten) würde ich mich sehr darüber freuen diese von euch zu erhalten. Eventuell würden diese (natürlich mit eurem Einverständnis und dem Quellenverweis) dann publiziert werden. Doch auch ohne Publikation könnt ihr einen wichtigen Hinweis auf die Geschichte der Festung liefern.

Ich freue mich auf eure Mails! kontakt@festungsforschung-mainz.de

Was tut sich denn da beim Schorsch?

Wer in letzter Zeit beim Schorsch war um sein wohlverdientes Mittagessen einzunehmen, der mag sich über die benachbarte Baustelle gewundert haben. In der auf den ersten Blick unscheinbaren Baugrube steht meterhohes, präzise bearbeitetes Quadermauerwerk. Es sieht historisch aus und tatsächlich gehören diese Mauern zu einem Bauabschnitt der Festungsgeschichte. Landesarchäologin Dr. Marion Witteyer erläutert in ihrer Stellungnahme die heute in der AZ erschienen ist, dass es sich hier unter anderem um eine historische Kaimauer handelt, das Areal darüber hinaus zum Cavalier Pritzelwitz gehörte. Dies wurde im Zuge der Bauarbeiten des Rheingauwalls (1872-1879) errichtet. Weitere Informationen zum aktuellen Bauvorhaben am Zollhafen hat Bernd Funke im AZ Beitrag „Zeugnisse der Mainzer Festung entdeckt“ vom 28.8.2020 zusammen gefasst.

Vermessung Fort Karl

Foto mit freundlicher Genehmigung von T. Bernhard

Die ersten bunten Blätter rascheln auf den Gehwegen. Gewiss auch weil das Jahr so trocken und unsere Natur so furchtbar durstig ist. Gleichzeitig kündigt der Spätsommer hierdurch bereits leise den Herbst an. Das bedeutet für die unterirdische Festungswelt, dass bald wieder Fledermäuse ihre Winterquartiere beziehen wollen und dies die letzte Gelegenheit für mich ist, dort hinabzuklettern ohne die possierlichen Flatterflügel zu stören. Für die Fledermäuse bedeutet eine Störung ihres Winterschlafes womöglich das Lebensende, weshalb ihre Winterquartiere etwa zwischen Oktober und Ostern nicht betreten werden dürfen.

Daher nutze ich nun die letzten schönen Sommertage um Gangsysteme zu erkunden und zu kartieren, die mir bisher noch unbekannt waren. Zu ihnen gehört das Fort Karl, sowie angrenzende Unterwelten. Sie sind bisher noch nicht touristisch erschlossen und teilweise verschüttet oder schwer zugänglich. Die Stadt hält die Gänge soweit instand, dass sie betretbar bleiben, nicht weiter verfallen und gleichzeitig den Fledermäusen ein wichtiges und unentbehrliches Winterquartier im Herzen der Altstadt bieten. Diese Gänge sind das wohl größte noch zusammenhängende System der Mainzer Unterwelt. Bis ich es komplett kartiert habe steht mir noch einiges an Arbeit bevor.

HomeOffice im Stillen?

Die Covid-19 Pandemie entschleunigt unser Leben in mancher Hinsicht erheblich. Für mich bedeutet diese Zeit, dass ich nur begrenzt Öffentlichkeitsarbeit betreiben kann und weniger vor Ort bin um die noch erhaltenen Festungsbestandteile zu untersuchen. Daher habe ich diese Webseite nun seit langem nicht mit neuen Informationen gefüttert.

Doch die Ruhepause bringt auch ein paar wenige Vorteile. So kann ich die Zeit im HomeOffice nun kreativ nutzen, nicht nur zum Schreiben, sondern auch um bestehende Datensätze auszuwerten. In Kooperation mit Robin von Hexageo gibt es hier eine kleine Vorschau der digitalen Arbeiten zu sehen, unter anderem auch einen Flug durch eine „Punktwolke“: https://www.hexageo.de/photos/vermessung-minengang

Science-Slam in Gelnhausen

Große Freude nach dem erfolgreichen Science-Slam – ich darf ein Buch aus Sandstein mit nach Hause nehmen. Foto: R. Miller

Zum 100-jährigen Bestehen der Volkshochschulen wurde eine Lange Nacht mit vielfältigem Rahmenprogramm organisiert. Die VHS in Gelnhausen hat mich dabei zu einem Science-Slam eingeladen. Ich habe mich sehr gefreut dem Publikum in Gelnhausen die Thematik der Vereinbarkeit von Denkmal- und Naturschutz vermitteln zu dürfen und bedanke mich vielmals bei allen Beteiligten, die mir den 1. Platz geschenkt haben. Das steinerne Buch hat bereits einen Ehrenplatz in meinem Regal eingenommen.

Ausgrabung auf dem Hartenberg

Blick auf die Baustelle vom Hartenbergpark aus. Foto: J. Brandt

Die Ausgrabungen auf dem Hartenberg laufen nun schon seit ein paar Monaten. Leider werden die restlichen Bestandteile dieses Forts bald für die aktuellen Bauarbeiten weichen müssen. Der Merkurist hat auf eine Anfrage von Thomas Bernhard, engagiertem Hobbyhistoriker und Festungskenner hin recherchiert und konnte verschiedene Akteure interviewen. Auch eine Stellungnahme der Leiterin der Direktion Landesarchäologie der GDKE ist dem Artikel zu entnehmen. Nachdem sich sowohl die Fachwelt als auch verschiedene Mainzer Bürger negativ über die geplanten Abrissarbeiten äußern ist es sehr bedauerlich dass trotzdem an den Plänen festgehalten wird.

Den Merkurist-Artikel von Michelle Osterheldt vom 13.9.2019 gibt es hier zum nachlesen.

Vermessung Fort Philipp

Für meine Forschungsarbeiten war ich heute im Fort Philipp unterwegs. Für den vorbeilaufenden Passanten mag der Eingang in die unterirdischen Strukturen des Forts zunächst wenig beeindruckend sein. Ich war überrascht wie umfassend uns das Bauwerk noch erhalten ist und kann jedem Interessierten eine Führung bei den Mainzer Unterwelten e.V. empfehlen!

Fernsehbeitrag zum Fort Philipp

Die Mainzer Unterwelten e.V. haben fleißig gewerkelt und ihre Mühe das Fort Philipp für Führungen herzurichten wurde nun mit einem Fernsehbeitrag auf SAT.1 entlohnt.

Der Beitrag kann hier in der Mediathek angesehen werden.