Kavalier Hauptstein

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„Cavalier Hauptstein“ befindet sich heute am Johann-Maria-Kertell-Platz, etwas oberhalb vom Taubertsbergbad und ist bequem vom Hauptbahnhof aus über die Wallstraße zu erreichen. In dem Gebäude sind Räumlichkeiten von fünf verschiedenen Vereinen untergebracht, sodass es gänzlich einer aktuellen Nutzung unterliegt. Die Gehölze auf dem Dach mögen zunächst irritieren doch die Vereine lieben „ihr“ Kavalier Hauptstein und schätzen die schönen Vereinsräume. Das Gebäude ist sehr gepflegt und nicht vom Verfall bedroht.

Geschichte des Hauptstein

Die erste Befestigung auf dem Hauptstein entstand zur Zeit der schwedischen Besetzung um 1633. Hier wurde der Verlauf der Landwehr durchbrochen und eine erste Erdschanze errichtet – diese ähnelt unter anderem den Schanzen auf dem Albansberg und dem Jakobsberg und gehört zu den ältesten Standorten einer Schanze vor Mainz. Auf einem Kupferstich von Matth. Merian ist zu sehen, dass die Schanze damals noch die Form einer Zitadelle hatte, die mit jeweils einem Ravelin vor den beiden feldseitigen Flanken abgesichert wurde. Eine feste Bebauung hatte die Schanze auf dem Hauptstein damals noch nicht, lediglich einzelne Holzhütten werden hier wohl gestanden haben. Nach der Rückeroberung von Mainz ließ man die Schanze jedoch wieder zunehmend verfallen.

Fast 100 Jahre später wurde dann unter Kurfürst Lothar Franz von Schönborn der Festungsring vor den Bastionen der Stadt ausgebaut und einzelne Festungswerke als gemauerte Schanzen ausgeführt. Pläne aus diesen Jahren bezeugen, dass das Fort damals noch den Namen „Fort St. Francois“ trug.

Zur Zeit des Deutschen Reiches wurde die „Franziskus-Schanze“ dann im Rahmen der Stadterweiterung und dem Anlegen des Rheingauwalls zum Kavalier Hauptstein ausgebaut und in die Verteidigungslinie zwischen Fort Joseph und Kavalier Prinz Holstein eingebunden.

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